Solidarität gegen das Verbot des Antifa-Camps Dortmund

NoTroika und Blockupy Frankfurt
Verfasst von admin am 26. August 2012 - 10:14

Die Stadt Dortmund und die Polizei haben das Antifacamp gegen den geplanten Nazi-Aufmarsch am 1. September in Dortmund verboten. Durch geschickte taktische Manöver und schließlich den Einsatz ihrer Machtmittel hat die Staatsgewalt das Camp verhindert. Trotzdem laufen vielfältige Aktionen in Dortmund. Siehe: http://www.antifacamp.org. Informiert euch dort.

NoTroika Rhein-Main und Blockupy Frankfurt drücken ihre Solidarität aus:
Hiermit möchte der Koordinierungskreis von Blockupy Frankfurt Euch unsere Solidarität gegen die Verbotspolitik der Stadt Dortmund zukommen lassen. Wir selbst haben im Mai 2012 bei Blockupy reichlich Erfahrung mit der Repression des Staates machen können - Veranstaltungen wurden verboten, ohne jede Rechtgrundlage wurden massenhaft Aufenthaltsverbote ausgesprochen, willkürliche Festnahmen in der ganzen Stadt. Und dennoch: Blockupy konnte nicht verhindert werden.

Wir erklären uns solidarisch mit Euren antifaschistischen Protesten. Faschismus ist keine Meinung - Faschismus ist ein Verbrechen.

Koordinierungskreis Blockupy
No Troika - regionale Vorbereitungsgruppe für Blockupy

Das Antifacamp ist verhindert. Wir sind trotzdem da!

Die Stadt Dortmund und die Polizei haben das Antifacamp verhindert. Durch geschickte taktische Manöver und schließlich den Einsatz ihrer Machtmittel hat die Staatsgewalt uns ausgebootet und auflaufen lassen. Der in Verhandlungen mit staatlichen Stellen für autonome Strukturen stets notwendige Plan B, mit Druck auf die Verantwortlichen eine Entscheidung zu erzwingen, hat nicht funktioniert: Die Stadt Dortmund ist bereit, den politischen Druck, der von allen möglichen Seiten auf sie einprasselt, z.B.vom Auschwitz-Komitee, auszusitzen. Dementsprechend beschissen war der Tag, der eigentlich im Zeichen des Campaufbaus stehen sollte.

Ein Grund für das Verbot des Camps war die befürchtete Teilnahme von 300 militanten Autonomen Antifaschist_innen. Vielleicht sind diese 300 Militanten eine Fiktion der Bullen, wir haben sie jedenfalls heute schmerzlich vermisst! Sollten sie dennoch kommen, so gäbe es in den nächsten Tagen in der Stadt einiges zu holen. Gerade in Dortmund ist Widerstand gegen die Nazistrukturen unerlässlich.

Gestern wurde die Kameradschaft “Nationaler Widerstand Dortmund” verboten, über 90 Objekte wurden durchsucht, Vereinsvermögen beschlagnahmt. Etwa zehn Stunden später unterbindet die Stadt eine monatelang geplante, bundesweit beworbene Aktion gegen die Neonaziszene. Das dies am selben Tag stattfindet, hat in diesem Land durchaus Methode. Für den Staat und seine Behörden geht die zum Teil repressive Behandlung der Neonazis mit dem Kampf gegen linke und antifaschistische Strukturen zusammen. Ihm geht es darum, Abweichung von seiner demokratischen Mitte zu unterbinden. Die Frage nach der Motivation der Abweichung stellt er nicht. Seine Extremismusdoktrin ist so tückisch wie stark.

Der Antifaschismus ist derzeit in Dortmund in der Defensive. das ist keine einfache Situation, aber allemal eine große Herausforderung, das in den nächsten Tagen zu wenden. Das Auftaktplenum des Camps hat heute mit 70 Leuten im AZ Mühleim stattgefunden. Morgen starten die Aktionen des Antifacamps. Wir werden weiterhin die Neonazis in Dortmund unter Druck setzen. Das Programm wird aktuell angepasst, um möglichst alle Veranstaltungen stattfinden zu lassen. Wir werden weiter für ein Antifacamp in Dortmund kämpfen, sowohl auf juristischem als auch auf politischem Wege.

Bis auf weiteres agieren wir vom AZ Mülheim aus. Hier gibt es Pennplätze für alle die kommen, eine Vokü, Infos und die Möglichkeit, gemeinsam nach Dortmund zu den Aktionen zu fahren. Wir treffen uns täglich um 20:00 zum Plenum!

Quelle: http://www.antifacamp.org/

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