Occupy Frankfurt: Demo gegen geplante Camp-Räumung

NoTroika solidarisiert sich mit dem Occuoy-Aktiven
Verfasst von admin am 28. Juli 2012 - 20:16

20120728_occupy_0.jpgWenige Tage vor der geplanten Räumung des Occupy-Camps vor der Europäischen Zentralbank gingen Aktive der Occupy-Bewegung und Symphatisierende auf die Straße. Mehrere hundert Menschen demonstrieren gegen die drohende Räumung des Protestcamps der Occupy-Bewegung. Trotz zeitweisen heftigsten Regen zog der Protestzug durch die Innenstadt, angefangen auf dem Rathenauplatz endete die Demo nach eingen Zwischenkundgebungen, u.a. auf dem Römer, vor dem Camp am Euro-Zeichen.

Kritisiert wurde insbesondere die Verarmungspolitik der von der EZB angeführten Troika und die autoritäre Politik, die sich u.a. in den Verboten gegen Blockupy im Mai dieses Jahres und jetzt in der angedrohten Räumung des Camps ausdrückt.

Redner und (wenige) Rednerinnen u.a. der Linkspartei, von attac, den Ordensleuten für den Frieden, von Blockupy und NoTroika die Entscheidung von Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU), das Camp zunotfalls polizeilich räumen zu lassen. Frank betreibe "rassistische Hetze", wenn er die im Camp lebenden Roma-Familien als Vorwand für die Räumung nehme. Betont wurde von allen, dass das Camp ein wichtiges Symbol des Protests gegen den Kapitalismus ist.

Für Notroika wurde folgende Rede gehalten:

Solidaritätserklärung von No Troika mit Occupy Frankfurt:

Ich spreche hier heute als Vertreterin des Notroika Bündnisses, um unsere Solidarität und Verbundenheit mit dem Occupy Camp Frankfurt (und der weltweiten Occupy Bewegung) zum Ausdruck zu bringen. Gemeinsam mit euch allen stehen wir heute hier, um der Räumungsandrohung durch die Stadt Frankfurt eine klare Absage zu erteilen!

Mit vielen anderen haben wir im Mai die Krisenproteste gegen die Verarmungspolitik der EU-Troika hier in Frankfurt organisiert.
Auch das Frankfurter Occupy-Camp war ein Teil in dieser bundesweiten Mobilisierung, die unter dem Namen Blockupy mit vielfältigen Aktionsformen versucht hat die EZB - eines der finanzpolitischen Machtzentren der EU - lahm zu legen. Wir haben unseren Widerstand und Protest zum Ausdruck gebracht: Gegen ihre menschenverachtende Politik - die einzig und alleine den Profitinteressen von vor allem deutschen Konzernen und Banken dient. Auch wenn sie mit ihrem gesamten Sicherheitsapparat versucht haben alles zu verbieten, ist unser Protest international durchgedrungen.

Der Name Blockupy war dabei nicht durch Zufall gewählt. Der Aufbruch all jener, die in dieser weltweiten Krise des Kapitals zu den Verlierern zählen und nicht mehr dazu bereit waren durch immer prekärere Lebensbedingungen die Zeche zu zahlen; die weltweit zu hunderttausenden auf die Straße gegangen sind, um ihrer Wut darüber Ausdruck zu verleihen, und die diese Straßen und Plätze in Besitz genommen haben, um sich dort zu treffen, zu diskutieren, zu organisieren und zu kämpfen, waren ein wesentlicher Bezugspunkt und Ansporn für uns die Krisenproteste hier in Frankfurt zu wagen.

Auch das Frankfurter Occupy-Camp ist ein Teil dieses Aufbruchs. Seit seiner Gründung vor
9 ½ Monaten ist es ein Ort an dem Menschen zusammenkommen, um ihr Recht auf ein menschenwürdiges Leben einzufordern. Von Anfang an war das Camp dabei nicht nur ein politischer Ort, sondern ebenso ein Ort der sozialen Widersprüche und Ausdruck des Elends, das der Kapitalismus in einer Stadt wie Frankfurt erzeugt.

Eines der stärksten Momente von Occupy-Frankfurt ist für uns die Geschlossenheit mit der ihr der rassistischen Hetze der Stadt Frankfurt gegen die im Camp lebenden Roma-Familien entgegengetreten seid!
Alle rassistischen Klischees wurden von der Stadt bemüht und offen mit der Räumung des Camps gedroht, wenn ihr weiterhin die Roma-Familien dulden werdet.
Diesen Dreck habt Ihr gemeinsam und solidarisch entlarvt und zurückgewiesen!

Dafür haben wir den größten Respekt, denn es zeigt uns wozu wir in der Lage sind, wenn wir uns nicht mehr auseinander dividieren lassen!
Unsere Solidarität untereinander ist das, was die Herrschenden am
wenigsten gebrauchen können, denn es ist unsere stärkste Waffe!

Occupy Frankfurt bleibt!

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